Das kannst du gegen Schlafstörungen tun

Schlafstörungen sind in unserer modernen Gesellschaft weit verbreitet. Mittlerweile leidet beinahe jeder zweite Erwachsene an einer behandlungsbedürftigen Schlafstörung. Wenn du nichts gegen deine Schlafprobleme unternimmst, können diese chronisch werden und durch Symptome wie Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten, Tagesmüdigkeit und depressive Verstimmungen deine Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Nur mit der richtigen Vorgehensweise kannst du gezielt etwas gegen deine Schlafstörungen tun und dafür sorgen, dass du wieder angenehm schlafen kannst.

depressive frau liegt im Bett und leidet an schlafstörungen

Finde die Ursachen für deine Schlafstörungen

Das größte Problem bei Schlafschwierigkeiten ist, dass es verschiedene Arten von Schlafstörungen gibt. Du musst also zunächst herausfinden, um welche Form der Schlaflosigkeit es sich handelt. Gleichzeitig ist es wichtig, die genauen Ursachen herauszufinden, die dazu beitragen, dass du häufig nicht einschlafen oder ohne Unterbrechung durchschlafen kannst.

Neben Stress und Überforderung kommen verschiedene körperliche und seelische Ursachen als Auslöser für Schlafstörungen infrage. Falls es dir allein nicht gelingt, die Gründe für deine Schlafprobleme zu finden, solltest du professionelle Unterstützung in Erwägung ziehen und dich beispielsweise deinem Hausarzt anvertrauen. Unter Umständen kann eine körperliche Ursache hinter den Schlafstörungen stecken.

So können beispielsweise chronische Schmerzen bei Rheuma, Magen-Darm-Erkrankungen sowie Erkältungskrankheiten vorübergehend auch Schlafstörungen auslösen. In der Regel bessern sich die Symptome, nachdem die Grunderkrankung abgeklungen ist von allein. Auch psychische Faktoren wie Stress im Job oder in der Beziehung, Ängste und finanzielle Sorgen können dazu beitragen, dass du nicht mehr ruhig schlafen kannst.

Du kannst einiges gegen Schlafstörungen tun

Sobald die Auslöser für deine Schlafstörungen gefunden sind, kannst du einiges tun, um Schlafprobleme zukünftig zu vermeiden. Die Strategie hängt im Wesentlichen von den Ursachen ab. Auf Schlafmittel solltest du möglichst verzichten, da Medikamente zur Behandlung von Schlafstörungen meist nicht notwendig sind.

Außerdem musst du auch bei rezeptfreien Arzneimitteln mit erheblichen Nebenwirkungen rechnen, sodass diese nur im Notfall und kurzzeitig eingenommen werden sollten. Darüber hinaus haben Medikamente, die gegen Schlafstörungen eingesetzt werden, ein gewisses Suchtpotenzial und können schnell abhängig machen.

Es ist deshalb sinnvoll, auf medikamentöse Unterstützung möglichst zu verzichten und eine geeignetere Lösung zu finden. Wenn du gut schlafen und ausgeruht aufwachen willst, solltest du auf eine gute Schlafhygiene achten. Ein erholsamer Schlaf lässt sich auch mit nicht-medikamentösen Maßnahmen erreichen.

Warum du dein persönliches Schlafbedürfnis kennen solltest

Zunächst ist es wichtig, das eigene Schlafbedürfnis zu kennen. Die meisten Erwachsenen brauchen 7 bis 8 Stunden Schlaf pro Nacht, um sich morgens fit und leistungsfähig zu fühlen. Es gibt allerdings auch Menschen mit einem höheren Schlafbedürfnis und andere, die bereits nach 6 Stunden Schlaf wach sind.

Dein persönliches Schlafbedürfnis kannst du berechnen, indem du dich an folgender Faustregel orientierst: probiere aus, ab welcher Schlafdauer du tagsüber konzentriert arbeiten kannst, ohne dabei schläfrig zu werden. Auf diese Weise findest du dein persönliches Schlafpensum.

Wenn du etwas gegen Schlafstörungen tun willst, solltest du weder zu wenig schlafen noch zu lange im Bett liegen. Um deine Schlafhygiene zu verbessern, ist es wichtig, dass du dich an regelmäßige Schlafenszeiten gewöhnst und tagsüber keinen Mittagsschlaf machst.

Weshalb Schlafstörungen oft auf ungünstige Schlafbedingungen zurückzuführen sind

Angenehme Schlafbedingungen können dazu beitragen, dass du ruhig und entspannt schlafen kannst. Überprüfe deshalb dein Schlafzimmer auf mögliche Störquellen, die deinen Schlaf beeinträchtigen können.

Dazu gehören beispielsweise Geräuschquellen wie Straßenlärm, ein tickender Wecker oder die Straßenbeleuchtung. Nachdem du die Störfaktoren entlarvt hast, musst du entsprechende Lösungen finden.

Bei Verkehrslärm solltest du nachts die Fenster schließen und vor dem Schlafengehen nochmals gründlich durchlüften. Gegen störende Leuchtquellen wie Straßenbeleuchtung und Leuchtreklame hilft es, das Schlafzimmer mit blickdichten Vorhängen oder Jalousien auszustatten.

Beim Einschlafen spielt auch die richtige Schlafzimmertemperatur eine wichtige Rolle. Die ideale Temperatur im Schlafbereich liegt bei ungefähr 18 Grad Celsius. Wärmer sollte es im Schlafzimmer nicht sein, da du sonst schwitzt und dadurch am Einschlafen gehindert wirst.

Warum Entspannung gegen Schlafstörungen helfen kann

frau im strickpullover gießt eine kanne Tee zum einschlafenStress und Hektik sind in unserem Alltag zwar normal, eine zu hohe Stressbelastung kann jedoch Schlafstörungen auslösen. Damit du trotz Stress im Job oder im Privatleben nachts entspannt schlafen kannst, solltest du abends versuchen, dich abzulenken und nicht über Probleme nachzudenken. Wenn du zu viel grübelst, wirst du feststellen, dass es schwierig ist, einzuschlafen. Deshalb ist es sinnvoll, Diskussionen über heikle Themen auf den nächsten Morgen zu verschieben, wenn du ausgeruht und voll einsatzfähig bist.

Wenn du an Schlafstörungen leidest, solltest du abends weder Kaffee noch Alkohol trinken. In diesen Getränken ist viel Koffein enthalten, das aufputschend wirkt, sodass du nicht schlafen kannst. Bei Schlafproblemen wird empfohlen, bereits am Nachmittag auf alkoholische und koffeinhaltige Getränke, zu denen auch Cola, Kakao und Energy-Drinks gehören, zu verzichten.

Entspanne dich lieber bei einem Spaziergang um den Block oder durch den Park oder lasse dir ein warmes Bad einlaufen und verwende einen aromatischen Badezusatz. Oft helfen auch Hausmittel wie eine Tasse Kräutertee oder warme Milch mit Honig gegen Schlafstörungen. Außerdem lohnt es sich, ein Entspannungsverfahren wie Yoga, Meditation oder autogenes Training zu erlernen. Damit kannst du nicht nur Schlafstörungen lindern, sondern gleichzeitig Stress abbauen.

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